Zeit ein Fazit zu ziehen, wie es in der neuen Lebensphase nach dem Berufsausstieg läuft. Dafür nutze ich eine Methode aus dem Projektmanagement.Vielleicht kennen Sie die Methode Lessons Learned (LL) aus dem Berufskontext, z.B. dem Projektmanagement.
Das Ziel ist es, die im Projekt – in diesem Fall bei mir in der neuen Lebensphase – zu reflektieren, was gut gelaufen ist und welche gelernten Lektionen, ich zukünftig übernehmen will, um das Rad nicht ständig neu zu erfinden. Danach schaut man auf die Dinge, die weniger gut gelaufen sind und fragt sich, wie man das zukünftig verbessern kann. Außerdem reflektiert man, auf was man zukünftig verzichten will, weil es unnötig ist.

Also ganz simpel! Trotzdem seeehr wirkungsvoll – vorausgesetzt man hält sich an die Reihenfolge! (Das Positive zuerst!!!) 😉

Lessons Learned Fragen auf Wortwolken

Lessons Learned Fragen

Schritt 1: Zum Einstieg:

Welche Zeitphase, welches Projekt wollen Sie reflektieren? Versetzen Sie sich in die Zeit zurück. Und notieren Sie, was in dieser Zeit passiert ist, um welche Ereignisse geht es?

Ich beziehe mich im Folgenden auf meine ersten 8 Monate im Ruhestand, also die Zeit von März bis Oktober 2019.

Schritt 2: Was ist gut gelaufen, was will ich wiederholen/fortsetzen?

Bei der Rückschau auf meine erste Zeit im Ruhestand wird mir schnell klar, dass eine Menge gelaufen ist und das Vieles davon richtig gut gelaufen ist.

  • Wir haben unseren Plan umgesetzt und unser Haus in der Wedemark verkauft und sind in eine Wohnung in Wunstorf umgezogen. Das Planen hat sich bewährt, letztlich lief alles noch zügiger ab als gedacht.Wir haben auf Fachleute (Makler) gesetzt und nicht alles selbst gemacht (Umzug).
    Meine gelernten Lektionen für die Zukunft (LL) sind also
    LL:  ich plane weiter, weil es sich für mich bewährt und mir Spaß macht!
    LL:  Wo kann ich zukünftig mehr an Fachleute abgeben/delegieren?
  • Wir haben vieles bewusst losgelassen (Haus, Garten, Hausrat, Bücher, Bilder …) . Das war emotional nicht immer einfach. Und jetzt genießen wir mehr Freiheit und weniger Verantwortung.
    LL: mir tut das Loslassen von Ballast und die „Verkleinerung“ gut und das will ich fortsetzen
  • Mit der Wahl unseres neuen Biotops Kleinstadt haben wir eine gute Wahl getroffen. Wir genießen die kurzen Wege in die Stadt, die vorhandene Infrastruktur einer intakten Innenstadt und die super Anbindung nach Hannover. So kann ich auf mein Auto verzichten, bin per Rad!, zu Fuß oder mit Bahn und Bus unterwegs und bewege mich nebenbei viel mehr 😉
    LL: die gute Erfahrung mit der räumlichen Veränderung macht Lust auf Neues

 

 

  • In 2019 habe ich ca. 12 Wochen auf Lanzarote in unserem Haus am Meer verbracht – und seehr genossen. Der Umzug in Deutschland benötigte doch mehr Organisation und Zeit und so verbrachte ich mehr Zeit in Deutschland als geplant. Ok, ich bin ja flexibel 😉
    LL: Ja, ich kann planen, wo ich meine Zeit verbringe und gleichzeitig kann ich spontan umdisponieren!

 

Schritt 3: Was ist weniger gut gelaufen? Was kann ich zukünftig verbessern?

  • Wenn ein Projekt im „wirklichen Leben“ ansteht, dann spring ich rein und mache den Job und zwar mindestens 100%. Das führt dazu, dass ich eigentlich ebenso wichtige Dinge ausblende, aufschiebe, ignoriere. Mit dem „wirklichen Leben“ meine ich den Umzug mit viel Bürokratie, Terminen und die ganze Organisation. Aber auch Termine wenn ich mich um meine Mutter kümmere, Handwerker, Auto …
  • Was zeitweise auf der Strecke geblieben ist: einerseits das Schreib-Projekt, der Blog, die Aktualität der Homepage, andererseits der Blick auf meine Ressourcen, so dass ich manchmal total KO und genervt war.
  • LL: Durch diese Selbstreflexion erkenne ich zukünftige Verbesserungspotenziale.
    Für mich sind dies erstens eine Morgenroutine, in der ich u.a. auch über die Wichtigkeit und Dringlichkeit meiner To dos entscheide. Zweitens plane ich an allen Tagen, die ich mir frei einteilen kann, eine ungestörte Schreibzeit gleich morgens ein.

 

Auf was kann ich zukünftig verzichten?

Hier fällt mir für gewöhnlich wenig ein. „Das war doch alles wichtig.“ Nein! Es hilft ein bisschen dran zu bleiben … Hier meine Learnings im Weglassen:

  • LL: Unnötige Sorgen, Grübeln, Notfallpläne C und D – ich kann mir wunderbar vorstellen, was alles schief gehen könnte und wie ich dem evtl. vorbeuge oder Alternativen durchdenke. Da halte ich es mit Mark Twain: „Ich habe in meinem Leben schon unzählige Katastrophen durchlebt – die wenigsten davon sind eingetreten.“
    Dieses Katastrophen-Denken kostet mich jede Menge Energie, Nerven und Schlaf.  Ich brauche Sicherheit (mein Mann auch), aber ein Plan A und Alternative B waren bisher immer ausreichend. Wenn ich mit Plan C und D und weiteren Bedenken um die Ecke komme, ernte ich Unverständnis und mehr … – Also Abschied vom Katastrophendenken – stattdessen Neugier!
  • LL: Auf Kontakte, die mir nicht gut tun
  • LL: Aufs Auto
  • LL: Auf Zimmerpflanzen – stattdessen stets ein frischer Blumenstrauß!

 

Mein Weg durch die Reflexionsfragen mit der Methode Lessons Learned zeigt den Vorteil einer derartigen Rückschau.

Statt eines „Ja, eigentlich alles ganz gut gelaufen“, kann ich nach der gründlichen LL ganz konkret benennen, was gut gelaufen ist. Und vor allem erkenne ich, was ich aus dieser Übergangszeit in die Zukunft mitnehmen kann, was mir hilft, was mir gut tut und für die nächsten Zeiten bestimmt nützlich sein wird.

Und zwar sind das nicht „irgendwelche Standard-Tipps aus Lebensratgebern“ sondern MEINE gelernten Lektionen und Strategien, die sich bei mir bewährt haben.

 

Wie sieht das bei Ihnen aus?

Wissen Sie, welche persönlichen Learnings und Strategien Sie fit machen für die Zukunft und Ihnen zukünftig wirklich helfen werden?

Wenn ja, prima! Schreiben Sie sie auf, damit Sie sie bewusst einsetzen können.

Wenn nein, folgen Sie nicht 0815-Trends, die nichts mit Ihrem Leben zu tun haben.

 

Meine Empfehlung als Coach:

  • Testen Sie einfach mal die Methode Lessons Learned in einer stillen Stunde.
  • Reflektieren Sie neue Erfahrungen, Experimente, das letzte Halbjahr, die zurückliegende Lebensphasen?
  • Und entdecken Sie, was Sie daraus lernen können: für Ihr nächstes Jahr, die nächste Lebensphase, den Übergang in den Ruhestand … oder was auch immer bei Ihnen ansteht!

 

Wenn ich Ihnen mit diesem Beitrag einen Impuls geben konnte, um Ihr Leben aktiv zu gestalten, teilen Sie Ihnen gerne mit anderen Menschen.

Und wenn Sie sich, Ihre Bedürfnisse und Ihre Ziele ernst nehmen wollen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme für ein Coaching.

Herbstliche Grüße

Ihre Gudrun Behm-Steidel

 

Alles hat seine Zeit … und jede Lebensphase ihre Herausforderung

 

Werden Sie aktiver Gestalter Ihres Lebens  – JETZT, wann sonst?

 

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