In diesem Blogbeitrag möchte ich aufzeigen, was die Vorteile einer möglichst frühzeitigen und selbstverantwortlichen  Ruhestandsplanung sind und wie du schon heute damit beginnen kannst. Ja, du kannst schon heute dafür sorgen, dass der Ruhestand zur besten Zeit deines Lebens werden kann.

Was sind deine Gedanken zur nachberuflichen Lebensphase?

Wie denkst du über die Vorbereitung auf deinen Ruhestand? „Wir sollten uns möglichst früh mit dem Thema Ruhestand beschäftigen.“ Oder bist du eher ein Aufschieber oder Verdränger? und sagst: „Das ist noch so lange hin. Der kommt doch sowieso …“

Mein Eindruck: Viele Menschen, obgleich schon 50 oder gar 60plus, haben sich bisher wenig mit ihrem Berufssaustieg und Ruhestand beschäftigt. Egal aus welchen Gründen, ob Angst vor dem Alter, fehlende Informationen oder unklare Perspektiven. Ja, ich verstehe, dass viele Noch-Berufstätige sich durch ein mulmiges Gefühl bei Gedanken an Rente und Ruhestand von einer rechtzeitigen Ruhestandsplanung abhalten lassen.

Aber die Passivität hilft uns nicht weiter. Die Zeiten haben sich geändert und sie werden sich noch stärken wandeln!

Nach dem Motto „Wer nicht plant, wird verplant“ ist es der bessere Entschluss, die passive Rolle aufzugeben und das eigene Leben selbstverantwortlich zu planen. Nicht nur im Beruf, auch für die Zeit danach.

 

7 Argumente für deine frühzeitige Ruhestandsplanung:

 

  • Es geht um Dich!

    Nur du weißt, wie es dir jetzt im Beruf und im Leben geht:  wie gesund und leistugsfähig oder belastet/erschöpft du dich fühlst. Wie lange möchtest du noch arbeiten? Was wünscht du dir noch von deinem Leben? Wie willst du zukünftig leben?
    Dein Plan für die nächste Lebensphase ist absolut individuell und nur du kannst ihn selbser entwickeln!

 

  • Es geht um einen ganzen Lebensabschnitt!

    Überlege mal, wie lange du dich auf die Berufstätigkeit vorbereitet hast durch Ausbildung, Studium, Fortbildung und Co.  Erscheint es dann nicht sinnvoll, dem nächsten Lebensabschnitt nach dem Beruf auch entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken? Es handelt sich immerhin um – hoffentlich – mehrere Jahrzehnte.

 

  • Es geht um deinen finanziellen Rahmen

    Gegen die diffuse Angst „wovon will ich im Alter leben?“ hilft nur, sich mit den Fakten zu beschäftigen. Dazu zählen die gesetzlichen Regelungen, die Berechnungen der Rente und deiner individuellen Finanz- und Lebenssituation sowie deines zukünftigen Lebensstandards und Bedarfs. Stelle dich der Realität und erkenne, welchen Planungsspielraum du hast! Ja, ich weiß, das kann eine Riesen-Baustelle sein und manchmal negative Überraschungen bereit halten. Aber: je frühzeitiger du dir Klarheit verschaffst, umso eher kannst du Alternativen überlegen und handeln.

  • Besser sanfter Übergang als harter Bruch!

    Wenn du heute schon überlegst, wie du im Ruhestand leben willst, kannst du dich entsprechend vorbereiten und schon das ein oder andere Neue heute in dein Leben holen. Du kannst z.B. die Wohn- und Lebenssituation in kleinen Schritten verändern, ein neues Hobby ausüben, Fähigkeiten erlernen, die du zukünftig brauchst … Das erleichtert den Übergang und du spürst, ob du auf deinem richtigen Weg bist und es sich richtig anfühlt.

 

  • Es geht um einen erfüllten Ruhestand in Freiheit

    Wer als Noch-Berufstätiger erkennt, dass sein Leben nur noch aus Arbeit und Beruf besteht, den plagt meist Angst vor der Leere im Ruhestand. Akzeptiere, dass diese einseitige Lebenssituation eingetreten ist und kümmere dich umgehend (also noch im Beruf) um eine Veränderung. Wer nicht weiß, wie er im Ruhestand die freie Zeit nutzen will, sollte definitiv VOHER darüber nachdenken, planen und schon erste Aktivitäten (neue Interessen, Hobbies, Projekte, soziales Engagement, Sport …) beginnen.

 

  • Es geht um ein neues Selbstverständnis für die neue Lebensphase!

    Wenn du Anerkennung, Bestätigung und Status ausschließlich in deiner beruflichen Rolle erhälst, kann das Gefühl von Bedeutungsverlust eine größere Herausforderung sein. Das Gleiche gilt für die Angst davor nicht mehr gebraucht zu werden oder zu vereinsamen. Frage dich, welche Beziehungen du zukünftig mehr pflegen, welche neu aufbauen? Welche neuen Aufgaben möchtest du übernehmen? In der verbleibenden Zeit der Berufstätigkeit kannst du deine Rolle noch genießen und dich gleichzeitig davon verabschieden und langsam loslassen.

 

  • Es geht um dein soziales Umfeld – heute und in der Zukunft!

    Wahrscheinlich bis du keine „Insel“ sondern hast Partner oder Partnerin, eine Familie, Freunde und damit verbundene Verpflichtungen oder trägst Verantwortung. Je früher du weißt, wie du dir deine Lebensphase Freiheit vorstellst, umso eher und besser kannst du dich darüber mit deinen Lieben austauschen, Gemeinsamkeiten oder unterschiedliche Erwartungen besprechen und eine gemeinsame Zukunft planen.

 

 

Überzeugen dich meine 7 Argumente für eine frühzeitige Ruhestandsplanung?

Welches spricht dich an?
Beginne mit einem Aspekt, es muss ja nicht gleich die größte Baustelle sein.

 

Meine Erfahrung zur eigenen Ruhestandsvorbereitung

Mir hat eine langfristige Planung für meinen Ruhestand schon im Vorfeld sehr geholfen. Für die Fragen, wie ich leben will und was ich zukünftig mehr leben will, habe mir viel Zeit genommen.

  • Da mir Freiheit, Ruhe und ein Leben am Meer wichtig sind, habe ich in den zwei Jahren vor dem Berufsausstieg einige Auszeiten auf Lanzarote verbracht. So konnte ich testen, ob das mein Biotop ist. Das Haus am Meer auf der Insel passt für mich und meinen Mann.
  • Wir haben die Veränderungen schon während der letzten Jahre der Berufstätigkeit begonnen und dann in kleinen Schritten nach und nach umgesetzt: wir leben den Ruhestand in zwei Welten, haben uns aber von der Verantwortung für ein Haus und Garten in Deutschland getrennt.
  • Andererseits machte mir meine langjährige Nebentätigkeit als Coach so viel Spaß, dass ich das Coaching auch im Ruhestand fortsetze. Ich machte nochmals eine sehr intensive Coaching-Fortbildung und arbeite heute als Ruhestandscoach und Mentorin für die Lebensphase Freiheit.

 

 

Was sind deine Überlegungen für die Lebensphase Freiheit?

  • Wie willst du deine Überlegungen für den Ruhestand angehen? Vielleicht nimmst du dir an einem Wochenende oder im Urlaub mal einen Tag Zeit, um über die Lebensphase nach dem Beruf nachzudenken. Wie willst du leben? Was willst du mehr vom Leben?
  • Oder du beobachtest dich im Urlaub;  welche Tätigkeiten, Routinen, Lebensaspekte tun dir gerade gut?
  • Meist brauchen wir etwas Abstand vom Berufsalltag, um die Antworten zu finden. In der Job-Routine und der Hektik des Alltags wollen wir einfach „nur raus aus dem Hamsterrad“. Dieses „weg-von“-Ziel ist aber auf Dauer keine hilfreiche Motivation.
    Du brauchst ein positives „hin-zu“-Ziel.
  • Natürlich kannst du dich auch bei deinen Ruhestandsplänen professionell unterstützen lassen. Das Angebot an fachlicher Beratung, Seminaren zur Vorbereitung auf den Ruhestand und individuellem Coaching wächst ständig.
    Hier findest du mein Gespräch mit der SZ-Redakteurin Nicole Grün über das aktuelle Angebot von Ruhestandscoaching.
    Schau dir mein konkretes Angebot zu Ruhestands-Coaching an!

 

 

Beginne heute dich mit deiner Lebensphase Freiheit zu beschäftigen!

Am besten legst du dir ein Notizbuch (physisch oder elektronisch) an und machst dir täglich Notizen über deine Gedanken. Vertraue auf dein Unterbewußtsein! Einmal angetriggert, wird es dich mit Ideen versorgen …

Gehe einen ersten Schritt auf deinen Weg in die Lebensphase Freiheit – gerne mit meiner Unterstützung!

Der Artikel ist die vollständig überarbeitete und aktualisierte Fassung des Originalbeitrags vom 12.08.2018