Endlich wieder Walken und Wandern auf Lanzarote.
Nachdem mich im Januar ein Sturz und im Februar eine heftige Erkältung in Deutschland ausgebremst haben, geht es jetzt langsam wieder los.
Fitness und Ausdauer sind noch nicht da, wo ich vor zwei Jahren auf meiner Wanderreise in Irland war – aber damit kann ich gut leben.
Ich habe gelernt, dass Heilung und Erholung mit zunehmendem Alter für mich mehr Zeit brauchen als früher.
Diese Zeit gebe ich mir, ganz ohne konkreten Plan.
Die Energie kommt zurück. Und mit ihr die Lust auf längere Walking-Runden und erste Wanderungen.
Nur ein paar Schritte vors Haus – und ich bin am Meer. Ich kann losgehen.

Weite vor der Tür – und ich kann einfach losgehen.
In diesem Jahr zeigt sich die Insel anders:
Nach den vielen Regenfällen vom Winter bis in den März hinein ist Lanzarote ungewöhnlich grün und voller Wildblumen.
Ich kenne die Insel seit mehr als 20 Jahren – die aktuelle Vegetation ist außergewöhnlich für die ansonsten schwarze Lava-Insel.

So grün habe ich Lanzarote noch nie erlebt.
Der Wind gehört auf dieser Insel dazu – oft kräftig aus dem Norden.

Egal wie windig es ist – ich gehe trotzdem.
Beim Walken und Wandern geht mir gerade um etwas anderes als um Strecke, Tempo oder Leistung.
Bewegung in der Natur ist für mich Loslassen pur.
Nichts erreichen, nichts festhalten, nichts optimieren.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zu früher:
Ich gehe nicht mehr, um „fit zu werden“.
Ich gehe, um bei mir zu sein.

Und manchmal wenn ich langsam gehe, finde ich etwas Besonderes …
In meiner Lebensphase Freiheit hat das gerade Vorfahrt:
mein eigenes Erleben – und meine Eigenzeit.
Termine für Coaching und Community sind feste Termine und haben ihren Platz in meinem Alltag.
Daneben gestalte ich meinen Tag frei – nach Gezeiten und Wetter.
Schwimmen, Gehen und Wandern gehören zu meinem Tätigsein in Eigenzeit.
Und Zeit für Beziehungen haben darin ihren Raum.
Trotzdem falle auch ich immer mal wieder in den alten Fehler zurück: meine Zeit zu verplanen, sinnvoll zu nutzen, „gut“ einzusetzen.
Dann verliere ich leicht den Blick dafür, worum es mir eigentlich geht:
meine Lebensphase Freiheit zu leben.